Über mich

Über mich

Nadja Lorenzen
Jahrgang 1969 und verheiratet.
Aufgewachsen bin ich in Nordfriesland und Flensburg in der dänisch-friesischen Minderheit.

Im Diplom-Pädagogik-Studium (Fachbereich Erziehungswissenschaft) in Kiel habe ich Pädagogik, Psychologie und Soziologie studiert. Anschließend habe ich in Bremen als Gruppenleitung in einem Kindergarten und mit Jugendlichen aus verschiedenen Kulturen in sozialen Brennpunkten gearbeitet.
Mein enger Bezug zu Schleswig-Holstein und Dänemark hat mich zurück in den hohen Norden geführt. Dort habe ich in unterschiedlichen Mutter-Kind-Rehakliniken gearbeitet und Gruppen zu Themen wie Stressbewältigung, Erziehung, Mutter-Kind-Beziehung und Entspannungsverfahren geleitet. Zudem war ich zuständig für psychosoziale Einzelgespräche.
Zurzeit arbeite ich noch hauptberuflich in Flensburg in einer Beratungsstelle für Menschen im Rehabilitationsbereich.

Schon immer hatte ich ein besonderes Interesse für alternativen Methoden zur Förderung der Gesundheit. So habe ich folgerichtig in Kiel eine Weiterbildung zur Gesundheitsberaterin absolviert und dabei auch die hawaiianische Ganzkörpermassage Lomi Lomi Nui kennengelernt. Durch langjährige Erfahrung habe ich ein Gespür dafür entwickelt, wie sich Befindlichkeiten auf körperlicher Ebene zeigen.
Im Laufe der Jahre folgten Weiterbildungen zu psychischen Erkrankungen, in Transaktionsanalyse und in systemischer Aufstellungsarbeit, ein besonderes Interesse gilt dabei dem Bereich transgenerationales Trauma.

In meiner beruflichen und persönlichen Entwicklung hat mich das Thema Stress und Trauma immer besonders interessiert. In diesem Zusammenhang habe ich die Methode Somatic Experiencing (SE)® kennengelernt. Die Erkenntnisse im Rahmen meiner Ausbildung haben mein Leben persönlich und beruflich sehr bereichert.
Ausgebildet wurde ich in Somatic Experiencing (SE)® durch Dr. Urs Rentsch und Heike Gattnar. Weitere Vertiefungen erfolgten in spezifischen Fortbildungen und Supervisionen bei Dr. Peter A. Levine, Elfriede Dinkel-Pfrommer, Marinka Gattnar, Elisabeth Schneider-Kaiser, Isis Christensen und Margit Seeling habe ich mein Wissen vertiefen können. In diesem Zusammenhang lernte ich auch die Polyvagal-Theorie nach Dr. Stephen Portes und Bindungstheorien nach John Bowlby kennen. Als wertvolle Ergänzung zur SE-Arbeit verwende ich Elemente u.a. aus dem Feldenkrais, Atemarbeit, Achtsamkeit und pädagogischen Methoden.

2018 erlangte ich die Heilerlaubnis beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie.

Zu meinem beruflichen Selbstverständnis gehört die regelmäßige Teilnahme an Supervisionen, kollegialem Austausch und an Fortbildungen.


Meine Arbeitsweise

Somatic Experiencing (SE)® findet Anwendung bei psychischen und körperlichen Symptomen mit psychogenen Ursachen. Das können Stresssymptome sein wie Anspannung, Konzentrationsstörungen oder innere Unruhe. Auch Erschöpfung, Schlafstörungen, Trauer, Ängste, Aggressionen, Scham und psychosomatische Erkrankungen wie Schmerzen, Migräne, Tinnitus oder ein geschwächtes Immunsystem können mit Hilfe dieser Methode bearbeitet werden. Sie kann dabei begleitend oder ergänzend zu anderen Methoden hilfreich sein. Die Methode hat sich zudem bewährt in der Erholungsphase nach Unfällen oder Stürzen und in der Vor-/Nachbereitung von medizinischen Behandlungen und Operationen. Sie kann in vielen Lebenssituationen unterstützend, stabilisierend und symptomlindernd wirken.
In der Arbeit mit Somatic Experiencing (SE)® wird das körperliche Erleben wahrgenommen, beobachtet und in das Gespräch integriert. Dies fördert die Stressregulation. Das Arbeitstempo ist in der Regel langsamer und bewusster, als Sie es im Alltag vielleicht gewöhnt sind.

Besonders wichtig ist mir die Begegnung mit Ihnen auf Augenhöhe. Hilfreich für eine Zusammenarbeit ist Offenheit und eine Neugier, auf dem Weg zur Lösung die eigenen Stressbelastungen zu erkunden. Sie erhalten auf unterschiedlichen Ebenen Anregungen zur Regulation von Stress, Schock und Trauma.

Jedes Gespräch kann für sich stehen und bei Bedarf fortgesetzt werden. Das ist jeweils davon abhängig, was Sie für sich erreichen möchten. Manche Themen brauchen etwas Zeit und Geduld. Bei Anliegen deren Ursprung in sehr frühen Erfahrungen des Lebens liegen, braucht es ggf. eine längere Zeit der Zusammenarbeit.

Es empfiehlt sich nach einer Einzelsitzung etwas Zeit und Ruhe zu suchen, um das Neue gut integrieren zu können. So entsteht genügend Raum, um sich neu sortieren zu können. Innerhalb weniger Tage sollten die neuen Impulsen gut integriert sein. Die Abstände der Sitzungen werden individuell besprochen.

Eine Zusammenarbeit ist in Deutsch, Dänisch oder Englisch möglich.

Hinweis
Somatic Experiencing (SE)® ersetzt keine psychologische Psychotherapie und wird nicht angewendet: bei Psychosen oder schweren psychischen Störungen, im akuten Krankheitsverlauf (z.B. bei offenen Wunden), während einer Schwangerschaft.

Kosten
In der Regel werden die Kosten für die Behandlung nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.
Im Rahmen einer Zusatzversicherung kann eine Kostenübernahme ggf. erfolgen.
Das Honorar beträgt je Stunde (60 min.) 80 €.