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Somatic Experiencing (SE)®

Somatic Experiencing (SE)® ist eine psycho-physiologische Methode zur Regulation von Stress, Schock und Trauma. Übersetzt bedeutet es körperliches Erleben. Entwickelt wurde sie von dem amerikanischen Biophysiker und Psychologen Dr. Peter Levine und wird inzwischen weltweit gelehrt und praktiziert. Somatic Experiencing (SE)® ist eine pädagogisch-therapeutische Arbeit und geht von der Grundannahme aus, dass jeder Mensch Kontakt zu stärkenden Ressourcen hat und grundsätzlich eine Regulationsfähigkeit besitzt, die jener von anderen Säugetieren sehr ähnelt. Zahlreiche Beobachtungen und Studien von Dr. Peter Levine aus der Tierwelt werden im Somatic Experiencing (SE)® angewandt, um Menschen insbesondere in Situationen von dauerhaftem Stress, Schock und Trauma bei der Verarbeitung zu begleiten. In freier Wildbahn regulieren sich Säugetiere nach einem Ereignis von selbst. Uns Menschen ist der Abbau von Stressreaktionen in vielen Alltagssituationen nicht möglich. Dabei ist nicht immer vordergründig das Ereignis selbst entscheidend, sondern vielmehr die Reaktionsweise des Nervensystems auf das Erlebte. Wenn die Stressreaktion nicht ausreichend abgebaut werden kann, bleibt die unvollendete Reaktion im Organismus gebunden. Unvollendete Reaktionen können in der SE-Arbeit schrittweise und begleitet zur Entladung kommen. Auf diese Weise werden Betroffene unterstützt, sich zu regulieren und in ihren natürlichen Rhythmus zurück zu finden.

Somatic Experiencing (SE)® findet Anwendung bei psychischen und körperlichen Symptomen mit psychogenen Ursachen. Das können Stresssymptome sein wie Anspannung, Konzentrationsstörungen oder innere Unruhe. Auch Erschöpfung, Schlafstörungen, Trauer, Ängste, Aggressionen, Scham und psychosomatische Erkrankungen wie Schmerzen, Migräne, Tinnitus oder ein geschwächtes Immunsystem können mit Hilfe dieser Methode bearbeitet werden. Sie kann dabei begleitend oder ergänzend zu anderen Methoden hilfreich sein. SE hat sich zudem bewährt in der Verarbeitung von Unfällen oder Stürzen und in der Vor-/Nachbereitung von medizinischen Behandlungen und Operationen. Sie kann in vielen Lebenssituationen unterstützend, stabilisierend und symptomlindernd wirken.

Wie arbeitet Somatic Experiencing?

Die Methode Somatic Experiencing (SE)® arbeitet vor allem mit den Reaktionen des Organismus auf traumatische Erlebnisse. Das Nach- und Aufspüren von Körperempfindungen, -impulsen und Emotionen steht dabei im Mittelpunkt. Zusätzlich geht es um das Beobachten innerer Bilder, Gedanken und Überzeugungen. Der innere Beobachter und die eigene Wahrnehmungsfähigkeit wird gestärkt. Es wird in kleinen Etappen gearbeitet und mit dem was sich gerade zeigt. So werden die Auswirkungen eines Ereignisses begleitend im Gespräch körperlich, geistig und emotional neu verhandelt. Dabei verändert sich nach und nach das Körper- und Lebensgefühl hin zu mehr Sicherheit, Präsenz und Entspannung. Diese wieder erworbene natürliche Regulationsfähigkeit wirkt sich positiv auf den Körper, Gedanken, Gefühle, Emotionen und Überzeugungen aus.

Ein Trauma ist verarbeitet und integriert, wenn man daran denken und darüber sprechen kann, ohne dass sich die Betroffenen noch davon überwältigt fühlen. Im manchen Fällen geht es darum mit etwas Leben zu Lernen.


Polyvagal-Theorie

Mehrere anatomische und physiologische Forschungsresultate hat Dr. Stephen Porges zu einer Theorie zusammengefasst. Danach gibt es drei Regelkreisläufe des Nervensystems, die alle unterschiedliche Funktionen erfüllen: das dorsale Vagussystem, das sympathische Nervensystem und das ventrale Vagussystem. In der Bearbeitung von Stresssymptomen sind die Erkenntnisse aus dieser Theorie von wesentlicher Bedeutung. Sie hilft zu erkennen, in welcher Stressphase sich der Organismus gerade befindet und zeigt Möglichkeiten zu deren Lösung auf.
www.stephenporges.com


Systemische Aufstellungsarbeit

Die systemische Aufstellungsarbeit wende ich bei Bedarf ergänzend in Form von Einzelarbeit an. Ursprünglich wurde die Aufstellungsarbeit von Bert Hellinger entwickelt, wird heute aber auf sehr unterschiedliche Weise praktiziert und weiterentwickelt. Im Rahmen einer systemischen Weiterbildung habe ich mich insbesondere mit den Richtungen von Gunthard Weber, Dr. Franz Ruppert und Varga von Kibed beschäftigt. Aufstellungsarbeit ist eine Möglichkeit, Konflikte aus den Bereichen von Familie, Organisationen oder aus Strukturen sichtbar zu machen. Dabei werden Personen, Teile oder Aspekte eines Systems gewählt und in einem realen Raum repräsentativ zueinander in Beziehung (auf-)gestellt. Hierdurch kann eine Beziehungsstruktur abgebildet und mehr Verständnis für sich und andere ermöglicht werden.